Bild: © Christian Roesti, orthoptera.ch
Kiesbank-Grashüpfer
Der Kiesbank-Grashüpfer ist eine kleine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken. Auffällig sind die leuchtend roten Hinterschienen und die dunklen Flecken auf den Hinterbeinen. In der Schweiz besiedelt die Art Kiesbänke der Rhone im Pfynwald und anderer dynamischer Abschnitte von Alpenflüssen. Lebensräume, die regelmässig überschwemmt und nur spärlich bewachsen sind. Die erwachsenen Tiere sind von Juli bis September aktiv und ernähren sich vor allem von Gräsern und krautigen Pflanzen. An heissen Tagen ziehen sie sich in die Vegetation oder zwischen Steine zurück, nachts ruhen sie oft leicht erhöht in 10 bis 30 Zentimetern Höhe. Auch die Männchen wählen erhöhte Sitzwarten, von denen aus sie mit kurzen Schwirrlauten Weibchen anlocken. Die Eier werden in den Boden abgelegt, die Larven schlüpfen im Folgejahr.
Durch Flussbegradigungen, Kanalisierungen und den Verlust von Auenlandschaften gilt der Kiesbank-Grashüpfer in der Schweiz als vom Aussterben bedroht.
Wissenschaftlicher Name
Chorthippus pullus
Ordnung
Heuschrecken
Lebensraum
Kies- und Schotterbänke dynamischer Flüsse und angrenzende Flussauen, Heiden und Trockenrasen mit sandigem Untergrund
Schutzstatus
Rote Liste, vom Aussterben bedroht (CR)
Grösse
Männchen 12 bis 17 Millimeter
Weibchen 18 bis 22 Millimeter
Gewicht
circa 0,3 bis 0,5 Gramm
Höchstalter
1 Jahr
